Eingebettete Systeme stellen besondere Anforderungen an die IT-Sicherheitsprüfung, da ihre Angriffsfläche weit über klassische Netzwerkschnittstellen hinausgeht und Firmware, Hardware-Komponenten sowie Back-End-Anbindungen gleichermaßen einschließt. Mit einem Hardware-Pentest prüfen wir Ihr eingebettetes System im Rahmen des Embedded Security (ES)-Moduls umfassend auf Sicherheitsschwachstellen – von IoT-Gateways, über Medizingeräte bis hin zu industriellen Sensoren. Unser spezialisiertes ES-Team verfügt über die notwendige Methodenkompetenz und die Erfahrung, um auch komplexe und proprietäre Systeme zuverlässig zu prüfen und Ihnen belastbare Ergebnisse zu liefern.
Eingebettete Geräte operieren häufig außerhalb der physischen Kontrolle ihrer Hersteller. Diese Eigenschaft macht sie zu einem attraktiven Angriffsziel, da auf der Hardware sensible Informationen wie Zugangsdaten für Back-End-Systeme, Clientzertifikate oder Passwörter für Wartungszugänge hinterlegt sind, die Angreifer gezielt extrahieren oder für weiterführende Angriffe nutzen können. Darüber hinaus gelten interne Funktionsweisen wie proprietäre Algorithmen zur Verarbeitung von Sensordaten meist als Betriebsgeheimnisse, deren Offenlegung erheblichen wirtschaftlichen Schaden verursachen kann.
Typische Schwachstellen in eingebetteten Systemen:
Die Schwachstellenanalyse von Embedded-Geräten erfordert ein Prüfvorgehen, das die gesamte Systemarchitektur in den Blick nimmt – von der physischen Hardware über die Firmware bis hin zu den Kommunikationsschnittstellen und verbundenen Back-End-Diensten. Unser Hardware-Pentest wird individuell auf den jeweiligen Gerätetyp und die vereinbarten Sicherheitsziele abgestimmt, da eingebettete Systeme in Aufbau und Betriebsumgebung erheblich variieren. Auf Wunsch lässt sich der Pentest um eine detaillierte Analyse einer angebundenen Webserviceschnittstelle (SOAP, REST), auf dem Gerät laufender Webapplikationen oder einer dedizierten Mobilanwendung zur Gerätesteuerung erweitern.
Prüfschwerpunkte unseres Hardware-Pentests:
Die Untersuchung eingebetteter Systeme findet, wann immer möglich, im Labor der SySS statt – einer geschützten Umgebung, die speziell für die Anforderungen hardwarenaher Sicherheitsprüfungen ausgestattet ist. Üblicherweise beginnt die Analyse mit einer vollständigen Inventarisierung aller internen und externen Schnittstellen und Komponenten des Geräts. Anschließend erfolgt eine Untersuchung der gefundenen Schnittstellen auf Schwachstellen, wobei es nötig sein kann, proprietäre Protokolle zu analysieren und deren Struktur zu rekonstruieren. In den meisten Fällen kann dies in einer passiven oder aktiven Machine-in-the-Middle-Position geschehen.
Sind invasive Tests notwendig oder gewünscht, werden einzelne Bauteile wie Speicherbausteine fachgerecht ausgelötet, ausgelesen und auf extrahierbare Geheimnisse oder Schlüsselmaterial untersucht. Der Zugriff auf Betriebssystemebene eröffnet dabei zusätzliche Analysepfade – Rechteeskalationen, versteckte Dienste und Konfigurationsschwächen lassen sich auf dieser Ebene besonders zuverlässig aufdecken. Eine Sicherheitsprüfung von Embedded-Geräten schließt bei uns stets mit einer detaillierten, nachvollziehbaren Dokumentation aller Befunde und konkreter Härtungsempfehlungen ab.
Ladestationen für E-Autos verschiedener Hersteller werden in diesem Hardware-Pentest auf Sicherheitslücken untersucht. Der Schwerpunkt liegt auf der Netzwerksicherheit und der Frage, ob Angreifer mit physischem Zugriff die Kommunikation zum Back End manipulieren können. Neben externen Schnittstellen wie Ethernet, USB und NFC werden auch interne Schnittstellen sowie Speicherbausteine auf extrahierbare Daten und Konfigurationsschwächen geprüft.
Ein in Operationssälen eingesetztes Medizingerät mit Netzwerkzugriff wird auf netzwerkbasierte Angriffsvektoren sowie auf Schwachstellen in den externen Schnittstellen USB, Ethernet und RS485 untersucht. Die zentrale Prüffrage lautet, ob Angreifer innerhalb des Netzwerks den Betrieb des Geräts beeinflussen oder stören könnten. Die Sicherheit der Patienten bildet dabei zu jedem Zeitpunkt der Analyse eine nicht verhandelbare Prämisse.
Ein Linux-basierter Industriesensor im Operational Technology (OT)-Umfeld wird auf Sicherheitslücken und Konfigurationsschwächen untersucht. Im Mittelpunkt steht die Bluetooth-Schnittstelle, über die Messdaten an eine Mobilapplikation übermittelt werden. Hier gilt es zu prüfen, ob die Datenübertragung ausreichend abgesichert ist. Ergänzend werden der Fernwartungszugriff sowie die Betriebssystemkonfiguration auf Härtungspotenziale bewertet.
Ein IoT-Gateway im OT-Umfeld, das über proprietäre Protokolle und Long Range Wide Area Network (LoRaWAN) mit Sensoren und Produktionsgeräten kommuniziert und per Cloud-Anbindung fernzugreifbar ist, wird einer umfassenden Sicherheitsanalyse unterzogen.
Hochfrequenztechniken kommen zum Einsatz, um die Datenübertragung auf physikalischer Übertragungsebene zu untersuchen, während interne Docker-Container einer Härtungsanalyse unterzogen werden. Da invasive Tests ausdrücklich erwünscht sind, umfasst das Prüfvorgehen auch das Auslöten, Auslesen und Manipulieren von Speicherbausteinen.
Möchten Sie Ihr Embedded-System einem Penetrationstest unterziehen?
Unsere IT-Experten zeigen Ihnen, welche Prüftiefe für Ihre eingebetteten Geräte sinnvoll ist und welche Angriffsvektoren in Ihrem spezifischen Einsatzkontext besonders relevant sind. Gemeinsam entwickeln wir ein Prüfvorgehen, das die tatsächliche Widerstandsfähigkeit Ihrer Hardware zuverlässig bewertet.
oderEin aussagekräftiger Hardware-Pentest setzt zwei Dinge voraus: eine professionelle Prüfumgebung und eine strukturierte Vorbereitung auf beiden Seiten. Beides gewährleistet, dass die Sicherheitsanalyse von Embedded-Geräten effizient durchgeführt wird und belastbare Ergebnisse liefert.
Wir verfügen über ein TISAX-zertifiziertes Prüflabor, das für die Anforderungen hardwarenaher Sicherheitsprüfungen konzipiert wurde. Eine professionelle Lötstation ermöglicht das fachgerechte Anbringen und Entfernen von Komponenten, ein Hochleistungsmikroskop unterstützt selbst feinste Lötarbeiten. Für die Aufzeichnung und Analyse komplexer Signale stehen ein Oszilloskop sowie ein High-End-Logikanalysator bereit. Diverse Protokollübersetzer, Debug- und Programmieradapter und spezialisierte Auslesewerkzeuge decken auch seltene hardwarenahe Schnittstellen ab.
Tests, bei denen Mobilfunksignale simuliert werden müssen, führen wir in einem faradayschen Käfig durch. Das nötige Equipment und das Know-how dafür sind vorhanden. Unsere TISAX-Zertifizierung erlaubt außerdem, dass besonders schützenswerte Prototypen sicher untersucht werden können.
Je besser Sie den Hardware-Pentest vorbereiten, desto präziser und effizienter können unsere Experten arbeiten. Die folgenden Punkte helfen dabei, den Prüfumfang optimal abzustimmen und unnötige Verzögerungen zu vermeiden:
Tipp: Schätzen Sie den Zeitbedarf für einen Hardware-Pentest großzügig ein. Prüfen Sie vorab, mit welchen Systemen Ihr Gerät kommuniziert. In der Regel ist ein vollständiger Test aller verbundenen Komponenten sinnvoll, wenn diese eine organisatorische und technische Einheit bilden. Die Wahl der passenden Prüfmodule besprechen wir gerne gemeinsam mit Ihnen im initialen Kick-off-Gespräch.
Ein eingebettetes Gerät ist immer nur so sicher wie die Systeme, mit denen es kommuniziert. Back-End-Schnittstellen, webbasierte Konfigurationsoberflächen und Mobilanwendungen zur Gerätesteuerung erweitern die Angriffsfläche weit über die Hardware selbst hinaus – und werden dabei häufig unterschätzt. Auf Wunsch prüfen wir alle verbundenen Komponenten und verschaffen Ihnen damit ein vollständiges Bild der tatsächlichen Sicherheitslage Ihres Systems.
Wird Ihr eingebettetes System über eine dedizierte Mobilanwendung gesteuert oder ausgelesen, stellt diese Schnittstelle einen eigenständigen Angriffsvektor dar. Wir prüfen iOS- und Android-Applikationen auf unsichere Datenspeicherung, schwache Authentifizierung und unzureichend abgesicherte Kommunikationskanäle zwischen App und Gerät.
Viele eingebettete Geräte kommunizieren über REST- oder SOAP-basierte Back-End-Schnittstellen mit externen Systemen. Wir prüfen diese APIs auf Schwachstellen in Zugriffskontrollen, Authentifizierungsmechanismen und Datenübertragung, die Angreifern unautorisierten Zugriff auf die dahinterliegenden Systeme ermöglichen könnten.
Eingebettete Geräte bieten häufig eine webbasierte Konfigurationsoberfläche an, über die Einstellungen vorgenommen oder Statusinformationen abgerufen werden können. Unsere IT Security Consultants untersuchen diese Webapplikationen auf Authentifizierungsschwächen, Rollenverwaltungsprobleme und Konfigurationsfehler, die erhebliche Sicherheitslücken erzeugen können.
Eingebettete Systeme werden häufig in Operational Technology-Umgebungen eingesetzt, in denen Angriffe nicht nur Datenverlust, sondern auch Produktionsausfälle verursachen können. Wir analysieren Ihre OT-Infrastruktur auf ausnutzbare Schwachstellen und prüfen dabei besonders die Übergänge zwischen IT- und OT-Netz sowie eingesetzte Steuerungskomponenten.
Wie tief sollte ein Penetrationstest für eingebettete Systeme gehen?
Unser Whitepaper vermittelt Ihnen fundiertes Wissen über Prüfmethoden, Angriffsvektoren und Testszenarien, die einen professionellen Hardware-Pentest ausmachen. Sie erfahren, wie sich Sicherheitsanalysen für eingebettete Systeme strukturieren lassen und welchen Stellenwert sie in einer ganzheitlichen IT-Sicherheitsstrategie einnehmen.
Die Absicherung eingebetteter Systeme ist komplex – ihre Angriffsfläche reicht von der Firmware über proprietäre Protokolle bis hin zu verbundenen Back-End-Diensten. SySS bringt ein dediziertes Embedded-Security-Team und ein TISAX-zertifiziertes Prüflabor mit, das speziell für Hardware-Pentests ausgestattet ist. Belastbare Befunde und praxisnahe Maßnahmen sind dabei fester Bestandteil jedes Projekts.
Unsere Experten begleiten Sie auch über die Sicherheitsanalyse eingebetteter Geräte hinaus: Mit IT-Security-Beratung entwickeln unsere Consultants gemeinsam mit Ihnen eine Sicherheitsstrategie, die alle sicherheitsrelevanten Aspekte Ihrer Infrastruktur berücksichtigt. Als Marktführer für Penetrationstests im DACH-Raum bieten wir Ihnen die Expertise, die komplexe Sicherheitsfragen erfordern.
Ein Hardware-Pentest ist eine spezialisierte Sicherheitsprüfung, bei der eingebettete Systeme physisch und softwareseitig auf Schwachstellen analysiert werden. Dabei werden Schnittstellen, Firmware, interne Komponenten und die verbundene Netzwerkinfrastruktur unter realen Angriffsbedingungen geprüft. Ziel ist es, Sicherheitslücken aufzudecken, bevor sie von Angreifern ausgenutzt werden.
Ein Hardware-Pentest erfordert in der Regel physischen Zugang zum Gerät, da hardwarenahe Prüfungen wie Schnittstellenanalysen, Signalmessungen und das Auslesen von Speicherbausteinen vor Ort durchgeführt werden müssen. Ergänzende Teilbereiche wie die Firmware-Analyse oder die Prüfung von Back-End-Schnittstellen können remote erfolgen. Idealerweise werden Testgeräte mehrere Tage vor Testbeginn an das Prüflabor gesendet, damit die Funktionalität vorab geprüft werden kann.
Ein Hardware-Pentest eignet sich für eine große Bandbreite an Geräteklassen:
Auch proprietäre Systeme und besonders schützenswerte Prototypen können in einem spezialisierten, zertifizierten Prüflabor untersucht werden.
Eine Sicherheitsanalyse von Embedded-Geräten deckt typischerweise folgende Schwachstellen auf:
Eine Firmware-Analyse empfiehlt sich in diesen Situationen:
Die Analyse umfasst Extraktion, Reverse Engineering und gezielte Schwachstellenprüfung der Gerätesoftware.
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