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Pentest, Workshop und Analyse für OT-Umgebungen

OT bezeichnet dabei die Hard- und Software, die zur Steuerung und Kontrolle von Maschinen, Produktionssystemen und industriellen Prozessen eingesetzt wird und deren Sicherheit unmittelbar geschäftskritisch ist. Angriffe und Ausfälle können fatale Folgen haben: für die Fortführung der Produktion, die Versorgung mit Energie und Betriebsstoffen, die Logistik von Rohstoffen und Erzeugnissen sowie die Funktionsfähigkeit eingesetzter Maschinen. Je nach Branche besteht bei einem Sicherheitsvorfall auch Gefahr für Leib und Leben der Mitarbeitenden oder der Bevölkerung.

Mit einem OT-Pentest analysieren wir Ihre Operational-Technology-Umgebung unter realen Angriffsbedingungen und decken Schwachstellen auf, bevor sie den laufenden Betrieb gefährden. Darüber hinaus bieten wir mit dem OT-Workshop eine strukturierte Grundlage zur Risikobewertung sowie mit der Analyse einzelner OT-Komponenten eine tiefgehende Prüfung einzelner Steuergeräte im eigenen Labor. Alle drei Leistungen sind aufeinander abgestimmt und können bedarfsgerecht kombiniert werden – damit Sie für jede Phase Ihrer Sicherheitsstrategie den passenden Einstieg finden.

Warum benötigen OT-Umgebungen eine Sicherheitsprüfung?

Operational-Technology-Umgebungen unterliegen besonderen Anforderungen an Verfügbarkeit, funktionale Sicherheit und Resilienz, die eine regelmäßige OT-Sicherheitsprüfung zu einer komplexen Aufgabe machen. Viele OT-Systeme basieren auf Komponenten mit sehr langer Lebensdauer, die ursprünglich nicht für eine vernetzte Umgebung konzipiert wurden und daher kaum über zeitgemäße Sicherheitsmechanismen verfügen. Hinzu kommt eine heterogene Architektur, die die Zusammenarbeit verschiedener Hersteller und Dienstleister erfordert und die Entwicklung eines umfassenden Sicherheitskonzepts erheblich erschwert.

Typische Risiken in OT-Umgebungen:

  • Unzureichende Segmentierung zwischen IT- und OT-Netz, die Angreifern laterale Bewegungen in produktionskritische Bereiche ermöglicht
  • Fernzugriffe durch Dienstleister und Wartungspersonal, die ohne konsequente Zugriffskontrolle einen unkontrollierten Einstiegspunkt darstellen
  • Veraltete Softwarekomponenten und fehlende Patch-Prozesse, da Updates in OT-Umgebungen aufgrund von Zertifizierungsanforderungen und Wartungsfenstern oft verzögert eingespielt werden
  • Direkte Auswirkungen auf physische Prozesse, da ein erfolgreicher Angriff nicht nur Datenverlust verursacht, sondern Produktionsstillstand oder Versorgungsausfälle zur Folge haben kann
  • Schwer durchführbare Sicherheitsprüfungen im laufenden Betrieb

Welche Szenarien bildet ein OT-Pentest ab?
 

Die Angriffsfläche moderner OT-Infrastrukturen reicht weit über einzelne Steuerungskomponenten hinaus. Sie umfasst Netzwerkübergänge, Prozessleitsysteme, Engineering Workstations und Fernzugriffslösungen, die allesamt potenzielle Einstiegspunkte für Angreifer darstellen. Ein OT-Pentest von SySS orientiert sich dabei am Purdue-Referenzmodell, das OT-Systeme in Zonen mit zunehmender Abstraktion der physikalischen Prozesse einteilt, und prüft je nach vereinbartem Szenario gezielt einzelne Ebenen oder den gesamten Verbund.

Prüfszenarien und Schwerpunkte des OT-Pentests:

  • Simulation eines Angreifers im OT-Netzwerk zur Bewertung der Ausbreitungsmöglichkeiten auf weitere Systeme und Netzbereiche
  • Prüfung aus der Perspektive eines kompromittierten Rechners oder Innentäters mit niedrig privilegierten Zugangsdaten zur Analyse von Rechteeskalationswegen
  • Untersuchung des Prozessleitsystems mit Engineering Workstations und OT-Clients in Zone 3 des Purdue-Modells auf ausnutzbare Schwachstellen
  • Bewertung der Abschottung einzelner Steuerungen und Bedieneinheiten in Zone 2 auf Konfigurationsschwächen und Angriffspotenziale
  • Prüfung der OT-DMZ auf die Wirksamkeit der Trennung zwischen OT und Unternehmens-IT sowie die Sicherheit der dort angebotenen Dienste
  • Analyse eingesetzter Sprungserver und Fernzugriffslösungen auf Authentifizierungs-schwächen und unautorisierte Zugriffsmöglichkeiten

Wir bieten mehrere spezialisierte Dienstleistungen im Bereich OT an, die auf unterschiedliche Anforderungen und Sicherheitsreifegrade abgestimmt sind.

Präzise OT-Schwachstellenanalyse ohne Betriebsunterbrechung

Die Durchführung eines OT-Pentests erfordert besondere Sorgfalt, da die Verfügbarkeit der Anlagen zu jedem Zeitpunkt oberste Priorität hat. Automatisierte Schwachstellenscans werden daher nur zielgerichtet und in enger Absprache durchgeführt. Portscans werden je nach eingesetzten Geräten mit reduzierter Geschwindigkeit durchgeführt, um den laufenden Betrieb nicht zu gefährden. Steht eine Testumgebung zur Verfügung, wird diese der Produktivumgebung grundsätzlich vorgezogen, da praktische Schwachstellenprüfungen dort mit wesentlich niedrigerem Risiko durchgeführt werden können.

Der Pentest schließt bei uns stets mit einer ausführlichen Dokumentation aller Funde und konkreten Behebungsempfehlungen sowie einer Zusammenfassung für Entscheider ab.

1. Vorbereitung und Informationsanalyse

Vor Testbeginn erhält unser Team idealerweise Netzwerkpläne sowie die Spezifikation der eingesetzten Maschinen und Geräte, um den Prüfumfang effizient abstimmen und das Risiko unbeabsichtigter Systemausfälle minimieren zu können. Die vereinbarten Testszenarien und Zugangsmodalitäten werden im initialen Kick-off-Gespräch gemeinsam festgelegt.

3. Prüfung des Prozessleitsystems

Das Prozessleitsystem mit seinen Engineering Workstations, OT-Clients und Datenbankservern wird auf ausnutzbare Schwachstellen und Rechteeskalationswege untersucht. Dabei simulieren wir sowohl die Perspektive eines externen Angreifers im OT-Netzwerk als auch die eines Innentäters mit einem niedrig privilegierten Account.

2. Analyse der Netzwerkstruktur und Übergänge

Ein besonderes Augenmerk gilt der Prüfung der OT-DMZ sowie der Segmentierung zwischen OT- und Unternehmens-IT, da diese Übergänge in der Praxis häufig unzureichend abgesichert sind. Wir analysieren die dort angebotenen Dienste, Sprungserver und Fernzugriffslösungen auf Authentifizierungsschwächen und Konfigurationsfehler.

4. Bewertung und Dokumentation

Nach Abschluss aller vereinbarten Prüfschritte werden alle identifizierten Sicherheitsschwachstellen in einem strukturierten Bericht dokumentiert. Jeder Fund wird mit einer Risikobewertung und konkreten Maßnahmen zur Behebung versehen.

Wissen Sie, wo die kritischsten Schwachstellen Ihrer OT-Umgebung liegen?

Unsere OT-Spezialisten zeigen Ihnen, welche Prüfszenarien für Ihre Umgebung sinnvoll sind und welche Angriffsvektoren in Ihrem spezifischen Betriebskontext besonders relevant werden. Gemeinsam entwickeln wir einen OT-Pentest, der Ihre tatsächliche Bedrohungslage genau erfasst und Ihnen eine fundierte Grundlage für Schutzmaßnahmen bietet.

Schreiben Sie uns eine Nachricht! oder Rufen Sie uns direkt an unter: +49 7071 407856-9107

OT-Workshop von SySS: Sicherheitsrisiken strukturiert bewerten

Neben dem OT-Pentest bieten wir Ihnen mit dem OT-Workshop eine Leistung, die keine technischen Eingriffe in die Anlagen erfordert und damit unabhängig von Wartungsfenstern durchgeführt werden kann. Der Workshop eignet sich sowohl als eigenständige Maßnahme zur Risikobewertung bestehender OT-Umgebungen als auch als strukturierte Vorbereitung für einen anschließenden Penetrationstest. Je früher Sicherheitsrisiken in OT-Umgebungen identifiziert und priorisiert werden, desto kosteneffizienter lassen sie sich adressieren.

Ablauf und Inhalte des OT-Workshops

Der Workshop nimmt im Regelfall zwei Tage vor Ort in Anspruch und umfasst idealerweise eine Begehung der Anlagen. Unser Consulting-Team verschafft sich dabei gemeinsam mit den zuständigen Ansprechpersonen einen strukturierten Überblick über die OT-Systemlandschaft und bewertet diese aus Angreiferperspektive. Die Agenda wird individuell auf die Bedürfnisse und Schwerpunkte des Unternehmens abgestimmt und im Kick-off-Gespräch gemeinsam festgelegt.

Typische Themenbereiche des OT-Workshops:

  • Einschätzung des Schutzbedarfs und der Kritikalität der OT-Systeme
  • Überblick über typische technische Bedrohungsszenarien in OT-Umgebungen
  • Bewertung der Netzwerkstruktur mit besonderem Fokus auf Separierung und Netzwerkübergänge
  • Analyse des Produktionsleitsystems und seiner Schnittstellen zu angrenzenden Systemen
  • Analyse von Authentifizierungsverfahren, Fernzugriffsmethoden und Identitätsmanagement
  • Beurteilung bestehender Sicherheitsmaßnahmen und Updateprozesse
  • Bewertung von Datenhaltung und Backupstrategie hinsichtlich Verfügbarkeit und Wiederherstellbarkeit
  • Prüfung der physischen Sicherheit und des Umgangs mit externen Dienstleistern
  • Bewertung drahtloser Technologien wie Bluetooth, WLAN oder LTE sowie mobiler Geräte
  • Analyse von Virtualisierungskonzepten und deren Auswirkungen auf die OT-Sicherheit
  • Bewertung von Logging, Monitoring und Incident-Response-Prozessen

Die Ergebnisse des Workshops werden in einem Bericht aufbereitet, der einen priorisierten Maßnahmenkatalog sowie konkrete Empfehlungen für weiterführende Sicherheitsanalysen enthält.

Tipp: Nutzen Sie den OT-Workshop, um das Sicherheitsbewusstsein Ihrer Mitarbeitenden in der Automatisierungstechnik zu schärfen. Die Perspektive eines Angreifers zu kennen, hilft dabei, Sicherheitsprobleme bereits im Entstehen zu erkennen und proaktiv gegenzusteuern.

Analyse von OT-Komponenten: Steuergeräte gezielt unter die Lupe nehmen

Während der OT-Workshop und der Penetrationstest die Gesamtinfrastruktur betrachten, fokussiert sich die Analyse von OT-Komponenten auf einzelne Steuergeräte wie speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS), Fernwirkgeräte (RTU), Fernwartungsgeräte (RAS) oder Human Machine Interfaces (HMI). Industrielle Steuerungen reagieren häufig sehr empfindlich auf fehlerhafte oder schadhafte Daten – eine Prüfung im laufenden Produktivbetrieb birgt daher ein erhöhtes Risiko, die Verfügbarkeit der Komponenten zu beeinträchtigen. Eine Laboranalyse einzelner Geräte ermöglicht es, dieses Risiko deutlich zu reduzieren und dennoch ein realistisches Bild der tatsächlichen Verwundbarkeit zu gewinnen.

Die Verfügbarkeit von Updates ist für OT-Komponenten häufig eingeschränkt. Selbst wenn Patches verfügbar sind, verzögert sich deren Installation aufgrund von Wartungsverträgen, Zertifizierungsanforderungen oder engen Wartungsfenstern oft erheblich. Eine gezielte Sicherheitsanalyse der eingesetzten Komponenten hilft dabei, die Bedrohungslage einzuschätzen und die Priorisierung ausstehender Updates auf einer fundierten Grundlage vorzunehmen.

Idealerweise wird das Gerät postalisch an das SySS-Labor in Tübingen gesendet, wo es unter kontrollierten Bedingungen analysiert und anschließend zurückgesendet wird.

Vorgehen und Prüfumfang der OT-Komponentenanalyse

Die Analyse orientiert sich methodisch an den Prüfverfahren des Embedded-Security-Bereichs und wird individuell auf das jeweilige Gerät und seine Schnittstellen abgestimmt. Je nach Testszenario umfasst die OT-Überprüfung die externen Schnittstellen, netzwerkseitig angebotene Dienste oder auch intern verbaute Komponenten – bis hin zum Öffnen des Geräts und dem Auslöten von Bauteilen.

Typische Prüfbereiche der Komponentenanalyse:

  • Identifikation aller angebotenen Schnittstellen und Dienste einschließlich deren Trennung voneinander
  • Analyse von Authentifizierungs- und Autorisierungsmechanismen auf Schwachstellen und Konfigurationsfehler
  • Überprüfung der Resilienz gegenüber unerwarteten Daten
  • Prüfung der Datenübertragung auf eingesetzte Verschlüsselung und mögliche Manipulationen
  • Überprüfung des Updatemechanismus auf Integrität und Manipulationsresistenz
  • Bewertung, ob eine Extraktion sensibler Daten oder eine vollständige Kompromittierung des Systems möglich ist

Die Ergebnisse fließen in einen ausführlichen Prüfbericht ein, der alle identifizierten Schwachstellen mit Risikobewertung und Behebungsempfehlungen dokumentiert sowie eine Zusammenfassung für Entscheider enthält.

Tipp: Verlassen Sie sich bei der Sicherheit von OT-Komponenten nicht auf die Angaben des Herstellers. Ein Gerät physisch zu untersuchen ist der zuverlässigste Weg, tatsächlich vorhandene Sicherheitsmängel aufzudecken.

Voraussetzungen für einen erfolgreichen OT-Pentest und eine reibungslose Zusammenarbeit

Unsere drei OT-Leistungen stellen je nach Umfang unterschiedliche Anforderungen an die Vorbereitung – gemeinsam haben sie, dass eine strukturierte Mitwirkung auf Kundenseite die Qualität und Effizienz der Durchführung erheblich steigert. Ob OT-Pentest, OT-Workshop oder Überprüfung einzelner OT-Komponenten: Je präziser die bereitgestellten Informationen und organisatorischen Rahmenbedingungen im Vorfeld geklärt sind, desto zielgerichteter kann unser Team arbeiten.

Wesentliche Aspekte der Mitwirkung:

  • Dokumentation bereitstellen: Stellen Sie Netzwerkpläne, Architekturdiagramme, Protokollspezifikationen und technische Handbücher bereit. Beim OT-Pentest helfen diese Unterlagen, das Risiko unbeabsichtigter Systemausfälle zu minimieren und die verfügbare Testzeit effizient zu nutzen.
  • Ansprechpersonen benennen: Benennen Sie erreichbare Ansprechpersonen für Systemeinrichtung, Schnittstellenentwicklung und Hardware, die während der gesamten Projektlaufzeit für Rückfragen zur Verfügung stehen. Beim Workshop empfiehlt sich eine thematische Gruppierung der Beteiligten, um die Zeitblöcke effizient zu nutzen.
  • Testgeräte und Zugänge vorbereiten: Für die Analyse von OT-Komponenten senden Sie das Testgerät idealerweise mehrere Tage vor Projektbeginn an das SySS-Labor. Beim OT-Pentest klären Sie vorab, welche Vorbereitungen für den Zutritt zum Betriebsgelände erforderlich sind – einschließlich notwendiger persönlicher Schutzausrüstung.
  • Abhängigkeiten und Einschränkungen kommunizieren: Teilen Sie uns alle organisatorischen und technischen Abhängigkeiten mit, etwa wenn der Testgegenstand nicht autonom betrieben werden kann.
  • Wartungsfenster und Betriebszeiten abstimmen: Da die Verfügbarkeit der Produktionsanlagen stets höchste Priorität hat, sollten OT-Schwachstellenanalysen und Penetrationstests möglichst in Wartungsfenstern oder Reparaturwochen stattfinden. Falls vorhanden, kann auch eine Testumgebung statt der produktiven Infrastruktur geprüft werden.

Tipp: Schätzen Sie den Zeitbedarf für einen OT-Pentest großzügig ein und prüfen Sie vorab, mit welchen Systemen Ihre OT-Umgebung kommuniziert. Ein vollständiger Test aller verbundenen Komponenten ist sinnvoll, wenn diese eine organisatorische und technische Einheit bilden.

Weitere Leistungen, die Ihren OT-Pentest sinnvoll ergänzen

OT-Sicherheit endet nicht an der Grenze der Produktionsumgebung. Funknetzwerke, interne Netzwerkinfrastrukturen und physische Steuergeräte sind eng mit OT-Systemen verknüpft und beeinflussen deren Sicherheitsniveau unmittelbar. Wir bieten Ihnen spezialisierte Prüfleistungen, die eine OT-Überprüfung ganzheitlich ergänzen und Ihnen ein belastbares Bild der gesamten Sicherheitslage verschaffen.

Netzwerk-Penetrationstest

OT-Umgebungen sind über Netzwerkübergänge mit der Unternehmens-IT verbunden – Schwachstellen im internen LAN können einem Angreifer als Sprungbrett in produktionskritische Bereiche dienen. Wir analysieren Rechteeskalationswege, Segmentierungsgrenzen und Authentifizierungsmechanismen im Corporate Network.

WLAN-Pentest

Drahtlose Netzwerke in Produktionsumgebungen sind ein häufig unterschätzter Einstiegspunkt in OT-Infrastrukturen. Wir prüfen Authentifizierungsverfahren, Funkschnittstellen und die Abschottung des WLANs vom OT-Netz auf Schwachstellen und Konfigurationsfehler.

Hardware-Pentest

Einzelne OT-Steuergeräte wie SPS, RTUs oder HMIs können im TISAX-zertifizierten SySS-Prüflabor einer tiefgehenden Sicherheitsanalyse unterzogen werden. Dabei prüfen wir Schnittstellen, Firmware, Updatemechanismen und interne Komponenten auf ausnutzbare Schwachstellen.

Red Teaming

Beim Red Teaming simulieren wir komplexe, zielgerichtete Angriffe auf Ihre gesamte Organisation – einschließlich der OT-Infrastruktur und der Übergänge zwischen IT und Produktion. Sie erfahren, wie weit ein realer Angreifer tatsächlich vordringen könnte und wo organisatorische und technische Schutzmaßnahmen versagen.

OT-Sicherheit verstehen, bevor Angreifer Schwachstellen ausnutzen

Unser Whitepaper zeigt, wie professionelle Penetrationstests aufgebaut sind und welche Prüfmethoden in industriellen Umgebungen besonders relevant sind.

Mit diesem Wissen treffen Sie fundierte Entscheidungen für die Absicherung Ihrer OT-Infrastruktur.

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Vertrauen Sie beim OT-Pentest auf spezialisierte Expertise

Industrielle Umgebungen stellen besondere technische und organisatorische Anforderungen an IT-Sicherheitsdienstleister. SySS versteht diese Anforderungen aus langjähriger Projekterfahrung in OT-Umgebungen unterschiedlichster Branchen und Komplexitätsstufen. Als ISO/IEC-27001-zertifiziertes Unternehmen mit herstellerunabhängiger Arbeitsweise und einem zweistufigen Qualitätssicherungsverfahren stehen belastbare Ergebnisse und ein partnerschaftlicher Umgang im Mittelpunkt jedes Projekts.

Ob Sie mit einem OT-Workshop den ersten strukturierten Überblick gewinnen, einzelne Steuergeräte einer Komponentenanalyse unterziehen oder Ihre gesamte Infrastruktur einem umfassenden OT-Pentest unterziehen möchten – wir begleiten Sie mit der Expertise, die für komplexe industrielle Sicherheitsfragen erforderlich ist.

Eine Auswahl unserer Zertifizierungen

Häufig gestellte Fragen zu OT-Dienstleistungen

Was ist ein OT-Pentest?

Ein OT-Pentest ist ein spezialisierter Penetrationstest für industrielle Steuerungssysteme, Prozessleittechnik und OT-Infrastrukturen. Er simuliert reale Angriffe auf SCADA-Systeme, SPS, HMIs und Netzwerkübergänge zwischen IT und OT, um ausnutzbare Schwachstellen aufzudecken, bevor sie den Betrieb gefährden. Ausfälle in OT-Umgebungen können weitreichende Folgen haben – für die Fortführung der Produktion, die Versorgung mit Energie, Wasser und Betriebsstoffen, die Logistik von Rohstoffen und Erzeugnissen sowie die Funktionsfähigkeit eingesetzter Maschinen. Ein strukturierter Prüfbericht mit priorisierten Handlungsempfehlungen dokumentiert alle identifizierten Risiken nachvollziehbar.

Wann ist ein OT-Workshop sinnvoll?

Ein OT-Workshop empfiehlt sich in folgenden Situationen:

  • Als strukturierter Einstieg in die OT-Sicherheit ohne Eingriff in laufende Anlagen
  • Zur Vorbereitung eines OT-Pentests und Priorisierung relevanter Prüfszenarien
  • Bei geplanten Änderungen an der OT-Architektur oder Netzwerksegmentierung
  • Zur Erfüllung von Compliance-Anforderungen wie NIS-2 oder IEC 62443

Da der Workshop keinen Anlagenstillstand erfordert, kann er unabhängig von Wartungsfenstern durchgeführt werden.

Welche OT-Systeme können geprüft werden?

Ein OT-Pentest eignet sich für eine breite Systemklasse industrieller Infrastrukturen:

  • Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) und Remote Terminal Units (RTU)
  • Human Machine Interfaces (HMI) und Engineering Workstations
  • SCADA-Systeme und Prozessleitsysteme
  • Industrielle Netzwerkkomponenten und OT-DMZ-Übergänge
  • Einzelne OT-Komponenten zur tiefgehenden Laboranalyse

Auch proprietäre Steuergeräte mit langen Lebenszyklen und eingeschränkter Updatefähigkeit können einer OT-Schwachstellenanalyse unterzogen werden.

Kann ein OT-Pentest im laufenden Produktionsbetrieb durchgeführt werden?

Einen OT-Pentest im laufenden Betrieb durchzuführen, ist möglich, erfordert jedoch besondere Sorgfalt. Automatisierte Scans werden nur zielgerichtet und mit reduzierter Intensität durchgeführt, um empfindliche Steuerungskomponenten nicht zu destabilisieren. Verfügbare Wartungsfenster oder Testumgebungen werden bevorzugt genutzt, da sie eine höhere Prüftiefe bei geringerem Risiko ermöglichen.

Wie bereite ich mein Unternehmen auf einen OT-Pentest vor?

Eine strukturierte Vorbereitung steigert die Qualität eines OT-Pentests erheblich. Wichtige Voraussetzungen sind:

  • Netzwerkpläne und Spezifikationen der eingesetzten Maschinen bereitstellen
  • Erreichbare Ansprechpersonen für Hardware, Schnittstellen und Systeme benennen
  • Testeinschränkungen und organisatorische Abhängigkeiten frühzeitig kommunizieren
  • Wartungsfenster oder Testumgebungen für risikoarme Prüfungen identifizieren
  • Zutritt zum Betriebsgelände und notwendige Schutzausrüstung im Vorfeld klären

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