Mission Accomplished – Time to Party

SySS feiert Eröffnung des neuen Firmengebäudes mit großem Sommerfest

Über 300 gut gelaunte Gäste, strahlendes Sommerwetter und finnischer Tango: Das waren nur drei Highlights des Einweihungsfestes für das neue SySS-Gebäude am vergangenen Freitag, 21. Juli 2017.

"Es ist mir eine riesige Freude, dass wir heute hier gemeinsam den Einzug in unsere neue SySS-Zentrale feiern können", so Geschäftsführer Sebastian Schreiber als erster von fünf Festrednern. "Nach mehrjähriger Planung und 15 Monaten Bauzeit haben meine Mitarbeiter und ich jetzt endlich wieder, was wir für unsere Arbeit so dringend brauchen: Entfaltungsraum für Kreativität. Denn die ist essenziell wichtig, wenn es darum geht, als Penetrationstester immer wieder neue Wege zu finden, Schwachstellen aufzudecken. Kreativität kann man nicht verordnen, man kann sie nur fördern und ihr Raum bieten. Wir haben hier große, helle Arbeitsbereiche, wir haben Besprechungsboxen, Denkerzellen, Balkone und eine wunderschöne Terrasse mit Blick auf die Tübinger Altstadt. SySS wächst, SySS hat neu gebaut und hat bereits zwei weitere Niederlassungen konkret in Planung. Trotzdem ist für mich als Tübinger klar: Unser Standort ist und bleibt hier am Neckar."

An diesen Gedanken knüpfte Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, in seiner Rede direkt an: "Es ist mir wirklich wichtig, dass die Firmen, die in Tübingen gegründet werden, auch in Tübingen wachsen können. Dass wir sie nicht, wenn sie groß werden, rauswerfen müssen. Ich möchte jedem Betrieb, der in Tübingen wächst auch einen geeigneten Standort bieten können." Für die SySS GmbH wurde dieser Standort im ehemaligen Sidler-Areal glücklicherweise gefunden. Palmer schließt mit den Worten: "Ich wünsche Ihnen, dass Ihre Pläne für die Zukunft gelingen mögen. Denn Platz ist hier auch für 1000 Mitarbeiter. Wachsen Sie, sorgen Sie bei so vielen Firmen wie möglich, dass dort Sicherheitslücken geschlossen werden, verbessern Sie die Sicherheit auf diesem Planeten und bleiben Sie weiterhin eine Tübinger Firma."

Als dritter Redner übernahm Prof. Dr. Eduard Heindl, Professor für e-Business Technologie an der Hochschule Furtwangen, das Mikrofon, um seinem langjährigen Freund und "kreativen Sparringspartner" Schreiber mit einem historisch-philosophischen Exkurs zu gratulieren: "Mit der Aufklärung wuchs die Bedeutung der Naturwissenschaften, die in die Geheimnisse der Natur eindringt (heute sagen wir „penetrate“) und Fehler (heute sagen wir „exploit“) in den Schriften aufdeckt. Die Physik analysiert Experimente und baut Wissen mathematisch strukturiert auf. Das neue Wissen wurde schriftlich fixiert, doch fehlte es an technischen Möglichkeiten der Weiterverarbeitung. An dieser Stelle entwickelt sich die Thematik der Informatik. Das Wilhelm Schickard Institut wurde gemeinsam von der Fakultät für Physik und der Fakultät für Mathematik, 1986 in Tübingen gegründet. Sie ist die Fakultät, an der Sebastian Schreiber sein Diplom in Informatik verliehen bekam. Ihm ist es gelungen, die besten Köpfe aus diesen Fakultäten, und von vielen anderen Fakultäten, zu gewinnen und zu dirigieren, um dieser komplexen Aufgabe Herr zu werden. Verortet in diesem gewaltigen Gebäude, das keine neue Fakultät, sondern eine der erfolgreichsten Firmen hier, die SySS in Tübingen, beheimatet.“ (Die vollständige Rede finden Sie hier.)

Als Vertreter der Bundespolitik in der Rednerliste folgte Dr. Martin Rosemann, Bundestagsabgeordneter für die SPD im Wahlkreis Hechingen-Tübingen: "Ich bin froh, dass es Unternehmen wie die SySS gibt, die die Zeichen der Zeit erkannt haben, die investiert haben, die innovative Ideen entwickelt haben, die die Arbeitsplätze von heute, aber auch von morgen schaffen. Ihre Entwicklung ist beeindruckend. 1998 alleine angefangen, 2003 dann 5 Leute, 2008 waren es 15, 2013 schon 36 – und heute sind es fast 100. Wir brauchen eine neue Gründerkultur in Deutschland. Und da können andere sicherlich von Ihnen und von Tübingen noch viel lernen."

Senior IT Security Consultant Micha Borrmann, Mitarbeiter der ersten Stunde und seit 15 Jahren bei SySS schloss die Rednerliste mit Rückblick auf die Firmengeschichte: "Ich lernte Herrn Schreiber im Frühjahr 2000 kennen. Da arbeitete er fast noch allein mit einem Notebook vom Discounter. Zwei Jahre später führten mich meine beruflichen Wege nach Südwestdeutschland und ich fing bei der SySS an. Zu diesem Zeitpunkt waren wir fünf Leute. Im Jahr 2009 dann – fast auf den Tag genau im Juli – war der Umzug aus dem damaligen Büro in der Tübinger Weststadt, das viel zu klein geworden war für die mittlerweile 20 Mitarbeiter. Wir zogen in ein schönes, neu gebautes Bürogebäude in Derendingen im Süden von Tübingen. Und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie Herr Schreiber zu mir gesagt hat: Das reicht bis zu meinem Ruhestand. Zum Glück verdient SySS kein Geld mit Zukunftsprognosen. [...] Ich bin seit über 20 Jahren im Bereich technische IT-Sicherheit tätig und ich kann nur sagen: Hier hat sich aus meiner Sicht seitdem exakt nichts zum Besseren hin verändert. Hauptproblem vor 20 Jahren: unsichere Passwörter. Hauptproblem 2017: unsichere Passwörter. Ich bin deshalb optimistisch, dass das Geschäftsmodell von SySS auch langfristig Bestand hat."

Angesichts dieser guten Aussichten blieb Sebastian Schreiber abschließend nur noch zu sagen: Genießen Sie die Band, genießen Sie den DJ. Ich freue mich, wenn es heute lang geht und wir viel Spaß miteinander haben."

Und Spaß hatten die Gäste, das war deutlich zu sehen. Im angeregten Gespräch beim Sektempfang ebenso wie am sommerlichen Marktbüffet vom Hotel & Restaurant Schwanen (Metzingen). Begleitet wurde das Abendessen von finnischem Tango "voller Sehnsucht und Träumereien", den die Band Uusikuu live auf die Bühne brachte. Später heizte dann DJ Andreas Jambor dem tanzwütigen Publikum ein, während im Lounge-Zelt nebenan Cocktails des Tübinger Mixgetränkspezialisten Bartista gereicht wurden. Da konnte auch ein heftiger Regenguss zur vorgerückten Stunde die Feststimmung nicht mehr drücken. Mission "neues Gebäude" erfüllt – da war einfach nur noch Zeit zu feiern. 


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